Zwei Jugendbücher

Das geht ja gut los! In der Nacht vom 1. auf den 2. Januar habe ich in einem Rutsch einen richtig tollen Jugendroman durchgelesen: „Eulen“ von Carl Hiaasen, Deutsch von Birgitt Kollmann. Der hat eine rasante, streckenweise sehr lustige Story, reihenweise unkonventionelle, liebenswerte Charaktere und eine zwar deutliche, aber dankenswerterweise nicht übermäßig dick aufgetragene Botschaft. Und schön gestaltet ist der Band auch noch – was will man mehr?
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Netz-Notizen zum Jahreswechsel

Auch im zu Ende gehenden Jahr 2014 schnurrte die Erregungsmaschinerie wieder gut geölt vor sich hin: Fast im Wochentakt war irgendwo meine Unterschrift oder lieber noch meine Überweisung gefragt, weil das Internet und mit ihm die Freiheit der Welt jetzt aber wirklich in ihren Grundfesten bedroht usw usf. Und auch 2014 war die Erregungsmaschinerie dabei vor allem eines: wirkungslos.

Wer sich nicht ohnehin für einen bestimmten Sachverhalt interessierte, der ließ sich auch 2014 über noch so viele Internet-Kanäle kaum dafür mobilisieren – siehe exemplarisch den Umstand, dass im Jahr 2 nach Snowden immer noch die allermeisten E-Mail-Nutzer auf Vertraulichkeit der Kommunikation verzichten. Der von Aktivisten bewirtschaftete Teil des Netzes stellt bis heute lediglich ein System zur gegenseitigen Affirmation dar, in dem aus Individualperspektive beeindruckende Like- und Retweet-Statistiken so etwas wie Relevanz simulieren, während außerhalb der eigenen Blase das Leben völlig unbe-/-gerührt weitergeht.
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